Oder: Warum ich nicht glaube, dass Google nur Gutes will.

In diesem Beitrag geht es um meine Meinung zu Googles Möglichkeit, Apps auf Android-Smartphones aus der Ferne zu deinstallieren. Wer das nicht mitbekommen hat, findet hier weitere Informationen.

Wie wahrscheinlich schon durch die Überschrift deutlich wurde, finde ich das ganze eher weniger berauschend. Und zwar hat das ganze einen sehr einfachen Grund:

Wenn Google diese Backdoor nur dazu nutzen möchte, Schadsoftware von Android-Geräten zu entfernen, dann gäbe es einen viel einfacheren Weg: Eine einfache Benachrichtigung, die den Benutzer darauf hinweist, dass er Malware installiert hat und ob er ihm die Möglichkeit bietet, diese zu deinstallieren.

Dann bleibt da noch die Frage, wofür Google diese Backdoor möglicherweise nutzen möchte oder im schlimmsten Fall eventuell sogar schon nutzt. Hier habe ich keine konkreten Anhaltspunkte und möchte Google deshalb auch keine Vorwürfe machen und hoffe einfach mal das Beste. Trotzdem bleibt ein mulmiges Gefühl.

Und wo wir schon beim Thema sind: Was ich auch nicht gerade positiv finde, ist, dass mir keine wirkliche Alternative zu den Google-Diensten auf Android bekannt ist, die man auf eigener Hardware betreiben kann oder die die Daten komplett verschlüsselt auf potentiell unsicheren Servern speichert. Und das finde ich sehr schade, da doch gerade Android die offene Plattform ist, mit der das ganze doch relativ einfach möglich sein sollte.

Wer möchte mein Retter sein und die entsprechenden Andwendungen schreiben? Es wäre jedenfalls großartig. Aber wer nicht ganz so viel Zeit investieren möchte, könnte mir ja erklären, warum es so, wie es im Moment ist, besser ist, als wenn der Benutzer noch gefragt wird, ob er die App deinstallieren will.

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